Mit nur wenigen letzten Augusttagen des Jahres begann der eigentlich etwas längere Abschied von den SALZKAMMERGUT FESTWOCHEN GMUNDEN. Das offizielle Ende hat bereits stattgefunden und die erfolgreichen Wochen dieses oberösterreichischen Kultursommers wurden auch ausgiebig gefeiert. Aufführungen gibt es allerdings noch bis Mitte September, die Häufigkeit der Ereignisse nimmt ab, das Tempo verlangsamt sich.
Damit färbt sich ein ereignisdichtes und zum Teil hochkarätiges Kulturkonglomerat in seinen eigenen Herbst. Und es scheint auf seine stets unverwechselbare Weise wirklich wieder einzigartig gewesen zu sein.
Äußeres Zeichen und früher Höhepunkt offizieller Anerkennung war die Verleihung des goldenen Verdienstordens für herausragende Verdienste um die Republik Österreich, die Frau Bundesministerin, Dr. Claudia Schmied, der Intendantin, Jutta Skokan, zu Beginn der Festwochen verliehen hatte. Eine schöne und verdiente Auszeichnung für Jutta Skokan selbst und die Anerkennung für ihre Arbeit als Intendantin. Damit gerade aber auch eine Werbung für die Festwochen in Gmunden.
Künstlerischer Höhepunkt dann zweifellos das so genannte Fest für Peter Handtke,
das so herausragende Figuren wie den Starregisseur Wim Wenders, große, internationale Schauspieler vom Format eines Bruno Gantz und sogar die Anwesenheit des Schriftstellers selbst aufzubieten wusste. Eine höchst bemerkenswerte Aufwertung des Festivals ohne Zweifel und ein solchermaßen bedeutsamer Schritt im Reigen kritischer Konkurrenz.
(v.l.n.r.: Eva Stützer Montblanc, Präsident Hermann Stützer, Peter Handtke, Intendantin Jutta Skokan )
Glanzlichter aus mehreren Genres durchleuchteten die Tage und Wochen eines dichten Kultursommers an den Ufern des Traunsees, in dessen Verlauf weit über 700 Künstler auftraten. Theateraufführungen, intime Lesungen und Handverlesenes, kleine, große und großartige Solisten-Konzerte, sowie Jazz-Events von mitunter Weltformat teilten sich die großen und kleinen Bühnen des Salzkammerguts, im örtlichen Stadttheater und an vielen anderen, pitturesken Orten.
Neu aus Sicht der Europa Gesellschaft (EG) waren zwei EG-Konzerte, mit denen eine Partnerschaft ausgelotet werden sollte. Die beiden Abende waren bereits sehr gut besucht: Ein Lieder- und Arienabend der Sopranistin Michiko Watanabe und Anja Schlosser, Mezzo, begleitet von dem Pianisten Eric Chumachenco, sowie ein Klavierkonzert der Wiener Pianistin Cornelia Herrmann, das sogar ausverkauft war. Der Wappensaal von Schloß Orth erwies sich dabei als klug gewählter Rahmen für Debuts dieser Art, mit denen durchaus noch Größeres geplant ist.

GMUNDEN nimmt im Zuge dessen als eines von derzeit noch sieben Festivals in sechs Staaten von EU-Europa teil. Den Rahmen bildet ein Projekt der EUROPA GESELLSCHAFT, das in ein von der EU gefördertes Kulturprojekt münden soll. Präsident H.Stützer zeigte sich in seiner kurzen Ansprache zu Beginn eines der letzten Abende im Stadttheater durchaus zufrieden mit der neuen Zusammenarbeit.
(Präsident H.Stützer und Intendantin J.Skokan auf der Bühne)